🌦️ Brainstorm statt Sommerloch: Was das Wetter mit unserer Karriere macht

Sonnenschein hebt die Laune? Vielleicht. Die Produktivität? Eher nicht. Wer glaubt, dass sich mit den ersten Sonnenstrahlen auch der Tatendrang ins Büro schleicht, sollte jetzt lieber die Sonnenbrille absetzen – und weiterlesen.

☀️ Sonne im Herzen, aber nicht im Kopf?

Kaum wird es draußen warm, fangen viele an zu träumen: von der Eisdiele um die Ecke, dem See am Stadtrand oder der spontanen Karriere als Digital Nomad auf Bali. Kein Wunder also, dass eine Studie von Francesca Gino (Harvard Business School) zeigt: Bei schönem Wetter sinkt die Produktivität im Büro merklich – selbst dann, wenn man nur Bilder von Freibädern sieht. Fazit: Die Sonne scheint – aber leider eher auf die Freizeitfantasien als auf die Excel-Tabelle.

🌧️ Regenwetter: Das geheime Doping für Fokus

Ironischerweise läuft’s bei schlechtem Wetter im Kopf oft besser. Eine Studie mit japanischen Bankangestellten belegt: An Regentagen arbeiten Menschen konzentrierter und schneller. Warum? Ganz einfach: Wer nicht über Picknick und Biergarten nachdenken muss, hat mehr geistige Kapazität für Präsentationen, Kundenanfragen – und vielleicht sogar für das leidige CRM-Tool.

🔥 Hitze kills Performance

Bei 30 Grad im Schatten träumen viele davon, irgendwo nicht zu sein – zum Beispiel nicht in einem stickigen Büro mit defekter Klimaanlage. Laut Umweltbundesamt kann Hitze die Produktivität um bis zu 12 % senken. Noch schlimmer: Der wirtschaftliche Schaden durch Hitzewellen lag 2018/19 bei rund 5 Milliarden Euro. Da kann man sich schon mal die Frage stellen, ob Flipflops am Arbeitsplatz nicht vielleicht doch eine ernsthafte Maßnahme wären.

🌬️ Raumklima = Teamklima?

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz weiß: Ein gutes Raumklima steigert die Leistung. Also, liebe Arbeitgeber:innen: Nicht nur in Kaffeemaschinen investieren – ein anständiger Ventilator kann im Sommer wahre Wunder wirken.

 

🧠 Karrierewetterbericht: Wechselhaft mit Tendenz zur Veränderung

Was heißt das alles für uns und unsere beruflichen Entscheidungen?

  • Frühling macht motiviert, aber nicht unbedingt fokussiert.
  • Sommer macht müde – außer man arbeitet im klimatisierten Tech-Office oder in einem Eissalon.
  • Herbst bringt Konzentration zurück, weil draußen eh alles grau ist.
  • Winter? Da läuft’s auf Autopilot – oder in der Skihütte.

 

Tipp für Bewerber:innen: Ein grauer Mittwoch im Mai ist wahrscheinlich der perfekte Moment, um Bewerbungen zu schreiben – bei Regenwetter ohne Ablenkung und mit maximalem Fokus.

Tipp für Unternehmen: Nutzt die saisonalen Schwankungen! Bewerbungsbereitschaft, Stimmung und Performance haben oft mehr mit dem Thermometer zu tun als mit dem Gehalt.

 

☁️ Fazit: Wer das Wetter nicht ändern kann, sollte es wenigstens ausnutzen.

Ob Regen oder Sonne – das Wetter beeinflusst unsere Produktivität, Stimmung und manchmal sogar unseren Lebenslauf. Wer das erkennt, kann gezielt handeln: Mit mehr Flexibilität, saisonal passenden Angeboten und vielleicht einer kleinen Belohnung fürs Arbeiten bei Sonnenschein.

Und jetzt? Fenster auf, Wettercheck machen – und dann entscheiden, ob heute ein „Excel-Tag“ ist. Oder ein „LinkedIn-Update-und-dann-noch-ein-Eis“-Tag. 🌤️

Bild von Mag. Birgit Polster

Mag. Birgit Polster

acctus Personalberatung wurde 2004 von Birgit Polster gegründet und hat ihren Sitz in Salzburg. Der engagierte Zugang der Inhaberin und dem 4 köpfigen Beraterinnenteam avancierte das Unternehmen zur führenden Personalberatung in der Region.

Engagement. Diskretion. Professionalität.